AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
– B2B Großhandel
Bevi Cash & Sales UG (haftungsbeschränkt)
Stand: 13.02.2026
1) Anbieter / Unternehmensangaben
Bevi Cash & Sales UG (haftungsbeschränkt)
Gemeindeplatz 5, 44581 Castrop-Rauxel, Deutschland
Handelsregister: HRB 35014
Registergericht: Amtsgericht Dortmund
Vertreten durch: Bernd Heltner
Kontakt:
Telefon: +49 162 3733150
E-Mail: hello@bevi-cas.com
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gem. § 27a UStG: DE 360725600
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2) Geltungsbereich / Kundenkreis (nur B2B)
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Diese AGB gelten für alle Verträge über Warenlieferungen und sonstige Leistungen zwischen dem Verkäufer und seinen Kunden („Käufer“).
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Der Verkauf erfolgt ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Der Käufer bestätigt mit Vertragsschluss, Unternehmer zu sein. Der Verkäufer ist berechtigt, geeignete Nachweise (z. B. Gewerbenachweis, USt-IdNr., Handelsregisterauszug) anzufordern.
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Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Käufers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Verkäufer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
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3) Kommunikation / Textform
Soweit in diesen AGB Textform vorgesehen ist, genügt insbesondere die Übermittlung per E-Mail sowie per WhatsApp Business.
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4) Angebot und Vertragsschluss (Website-Kontakt / WhatsApp-Angebote)
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Die Darstellung von Waren und Leistungen (z. B. per Website-Kontakt, Katalog, Nachricht, Angebotsliste) stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Anfrage/Bestellung.
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Angebote des Verkäufers sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden.
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Ein Vertrag kommt zustande durch:
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ausdrückliche Auftragsbestätigung in Textform oder
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Auslieferung der Ware.
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5) Preise / Steuern (Deutschland, EU, Export)
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Alle Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, soweit diese anfällt.
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Deutschland: Lieferungen mit Lieferort in Deutschland werden mit deutscher Umsatzsteuer abgerechnet (sofern nicht steuerfrei).
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EU-Lieferungen (grundsätzlich steuerfrei als innergemeinschaftliche Lieferung):
a) Lieferungen aus Deutschland an einen Unternehmer in einem anderen EU-Mitgliedstaat werden grundsätzlich steuerfrei als innergemeinschaftliche Lieferung abgerechnet, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (insbesondere Warenbewegung in das übrige Gemeinschaftsgebiet, Abnehmer ist Unternehmer, Abnehmer verwendet gegenüber dem Verkäufer eine **im Lieferzeitpunkt gültige ausländische USt-IdNr. (nicht „DE“) ** und die erforderlichen Nachweise/Belege liegen vor). (Gesetze im Internet)
b) Abrechnung mit deutscher Umsatzsteuer: Der Verkäufer ist berechtigt (und ggf. verpflichtet), deutsche Umsatzsteuer zu berechnen, wenn Voraussetzungen der Steuerbefreiung nicht vorliegen, insbesondere wenn-
der Käufer **keine gültige ausländische USt-IdNr. (nicht „DE“) ** mitteilt/nutzt, oder
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der Käufer eine **deutsche USt-IdNr. („DE…“) ** verwendet, oder
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die erforderlichen Nachweise/Belege für die EU-Warenbewegung nicht vorliegen. (Gesetze im Internet)
c) Der Käufer hat dem Verkäufer die für die steuerfreie Abrechnung erforderlichen Angaben/Nachweise rechtzeitig vor Lieferung zur Verfügung zu stellen und Änderungen unverzüglich mitzuteilen (insbesondere USt-IdNr., Firmenanschrift, Lieferanschrift, Empfangs-/Transportnachweise). (IHK Frankfurt am Main)
d) Stellt sich nachträglich heraus, dass die Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung nicht vorlagen, hat der Käufer dem Verkäufer die daraus entstehenden Mehrbelastungen (insbesondere Umsatzsteuer, Zinsen, Kosten der Nachweisführung/Prüfung) zu erstatten.
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Export (Drittland, außerhalb EU): Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen einer steuerfreien Ausfuhrlieferung erfüllt und nachgewiesen sind, erfolgt die Abrechnung steuerfrei; andernfalls wird Umsatzsteuer berechnet. (Gesetze im Internet)
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6) Zahlung / Fälligkeit / Zahlungsbedingungen
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Vorkasse (Regelfall): Sofern nicht ausdrücklich abweichend vereinbart, erfolgt die Lieferung ausschließlich gegen Vorkasse. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 3 Kalendertagen nach Auftragsbestätigung fällig (maßgeblich ist der Zahlungseingang beim Verkäufer).
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Zahlung auf Rechnung (nur nach Freigabe): Gewährt der Verkäufer im Einzelfall Zahlung auf Rechnung, ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 3 Kalendertagen nach Rechnungsstellung fällig.
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Erfolgt innerhalb der Frist kein Zahlungseingang, ist der Verkäufer berechtigt, die Ausführung der Bestellung auszusetzen, nur gegen Vorkasse zu liefern und/oder vom Vertrag zurückzutreten.
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7) Lieferung / Versand (DHL) / Liefergebiet / Versandkosten / Gefahrübergang
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Liefergebiet: Deutschland sowie EU/Export (soweit angeboten und praktikabel).
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Versand erfolgt grundsätzlich über DHL.
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Versandkosten werden nach Gewicht und Warenwert berechnet und im Angebot bzw. in der Auftragsbestätigung ausgewiesen.
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Liefertermine und Lieferfristen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich in Textform zugesagt wurden. Teillieferungen sind zulässig, soweit dem Käufer zumutbar.
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Gefahrübergang (B2B-Versendung): Mit Übergabe der Ware an den Transportdienstleister/Frachtführer geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware auf den Käufer über.
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Transportschäden sind vom Käufer unverzüglich zu dokumentieren (Fotos/Schadenbeschreibung) und dem Verkäufer in Textform anzuzeigen; der Käufer hat bei der Schadensabwicklung angemessen mitzuwirken.
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Transportversicherung erfolgt nur, wenn sie ausdrücklich vereinbart ist (ggf. gegen Kostenübernahme durch den Käufer).
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8) Incoterms®-Klausel (Incoterms® 2020)
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Soweit in Angebot, Auftragsbestätigung, Rechnung oder Lieferschein eine Lieferklausel nach Incoterms vereinbart oder auf Incoterms Bezug genommen wird, gelten ergänzend die Incoterms® 2020 der International Chamber of Commerce (ICC) in ihrer jeweils gültigen Fassung.
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Standard (sofern nicht abweichend vereinbart): Versendungslieferungen erfolgen als CPT – Carriage Paid To (Incoterms® 2020), benannter Bestimmungsort: Lieferadresse des Käufers. Der Verkäufer trägt die Kosten der Beförderung bis zum benannten Bestimmungsort; das Risiko geht jedoch bereits bei Übergabe an den ersten Frachtführer auf den Käufer über.
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Einfuhr/Zoll/Abgaben: Bei Lieferungen in Länder, in denen Einfuhrabgaben/Zölle/Steuern anfallen (insbesondere außerhalb der EU), trägt der Käufer diese sowie importbezogene Pflichten und Kosten, sofern nicht ausdrücklich schriftlich DDP (Incoterms® 2020) vereinbart ist.
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Abholung: Bei Selbstabholung gilt – sofern nicht abweichend vereinbart – FCA Gemeindeplatz 5, 44581 Castrop-Rauxel, Deutschland (Incoterms® 2020).
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9) Eigentumsvorbehalt
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Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung sämtlicher Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung Eigentum des Verkäufers („Vorbehaltsware“).
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Der Käufer darf Vorbehaltsware im ordentlichen Geschäftsgang weiterveräußern; Verpfändung/Sicherungsübereignung ist unzulässig.
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Der Käufer tritt bereits jetzt die aus der Weiterveräußerung entstehenden Forderungen in Höhe des Rechnungsendbetrags (inkl. USt., soweit anfällt) an den Verkäufer ab. Der Verkäufer nimmt die Abtretung an. Der Käufer bleibt bis auf Widerruf zur Einziehung der Forderungen ermächtigt.
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Bei vertragswidrigem Verhalten (insbesondere Zahlungsverzug) ist der Verkäufer berechtigt, die Vorbehaltsware herauszuverlangen; hierin liegt kein Rücktritt vom Vertrag, sofern nicht ausdrücklich erklärt.
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10) Kein Umtausch / Keine Rücknahme
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Ein Umtausch- oder Rückgaberecht besteht nicht.
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Eine Rücknahme erfolgt nur nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Verkäufers in Textform und ggf. gegen Bearbeitungs-/Wiedereinlagerungskosten; maßgeblich ist die individuelle Vereinbarung.
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11) Untersuchungs- und Rügepflicht / Mängel (B2B)
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Der Käufer hat die Ware unverzüglich nach Ablieferung zu untersuchen und erkennbare Mängel unverzüglich in Textform anzuzeigen; andernfalls gilt die Ware als genehmigt (kaufmännische Rügeobliegenheit). (Bundesministerium der Finanzen)
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Bei rechtzeitiger, ordnungsgemäßer Mängelanzeige leistet der Verkäufer nach seiner Wahl Nacherfüllung durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung.
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Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Käufer nach den gesetzlichen Vorschriften mindern oder – bei Vorliegen der Voraussetzungen – vom Vertrag zurücktreten.
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Keine Gewährleistung besteht insbesondere bei unsachgemäßer Lagerung/Handhabung, normalem Verschleiß oder Eingriffen/Änderungen durch den Käufer oder Dritte.
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12) Zahlungsverzug / Verzugszinsen / Pauschalen / Mahnkosten
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Gerät der Käufer in Zahlungsverzug, ist der Verkäufer berechtigt, Verzugszinsen im gesetzlichen B2B-Satz zu verlangen (derzeit 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz für Entgeltforderungen). (Gesetze im Internet)
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Zusätzlich kann der Verkäufer – soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen – die Verzugspauschale in Höhe von 40,00 € geltend machen. (IHK München)
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Für Mahnungen kann der Verkäufer Mahnkosten in Höhe von 5,00 € pro Mahnung verlangen, soweit dies gesetzlich zulässig ist; dem Käufer bleibt der Nachweis eines geringeren Schadens vorbehalten, dem Verkäufer der Nachweis eines höheren Schadens.
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Weitergehende Verzugsschäden (Inkasso-/Rechtsverfolgungskosten) bleiben unberührt.
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13) Haftung
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Unbeschränkte Haftung besteht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
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Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
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Im Übrigen ist die Haftung – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
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14) Aufrechnung / Zurückbehaltungsrecht
Der Käufer kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungsrechte stehen ihm nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.
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15) Compliance / Weiterverkauf / Export
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Der Käufer ist für die Einhaltung aller für ihn und seinen Weiterverkauf geltenden gesetzlichen Vorschriften eigenverantwortlich (z. B. Kennzeichnung, Produktsicherheit, Steuern/Abgaben, behördliche Auflagen, Abgabebeschränkungen).
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Bei Export-/Ausfuhrgeschäften stellt der Käufer alle für Ausfuhr/Einfuhr erforderlichen Informationen bereit und beachtet die im Empfängerland geltenden Anforderungen.
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16) Anwendbares Recht / Gerichtsstand
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Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
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Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Verkäufers. Erfüllungsort ist ebenfalls der Sitz des Verkäufers.
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17) Schlussbestimmungen
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Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform, soweit nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist.
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Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
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